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Was mir der Zugspitz Ultratrail (ZUT) über meine mentale Stärke gezeigt hat

Es gibt Wettkämpfe, die vergisst man nach wenigen Tagen wieder. Und dann gibt es Rennen, die einen noch lange begleiten, nicht wegen der Platzierung, sondern wegen der Erfahrungen, die man unterwegs macht.
Für mich war der diesjährige Zugspitz Ultratrail genauso ein Wettkampf. Als Sportmentaltrainerin spreche ich täglich mit Athletinnen und Athleten über mentale Stärke. Gleichzeitig stehe ich selbst regelmäßig an der Startlinie. Und jedes Mal merke ich: Auch ich bin nervös. Auch ich habe Respekt vor der Herausforderung. Das gehört dazu.

Der Wettkampf beginnt lange vor dem Start

Wochenlange Vorbereitung geben Sicherheit. Trotzdem gibt es kurz vor dem Start diese Gedanken: Bin ich gut vorbereitet? Reicht mein Training? Wie werde ich mich heute fühlen?
Diese Fragen kennen vermutlich die meisten Sportlerinnen und Sportler. Der Unterschied ist nicht, ob sie auftauchen, sondern wie wir mit ihnen umgehen. Auch während des ZUT gab es Momente, in denen ich mich neu sortieren musste. Nicht alles lief so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Genau dann wurde mir wieder bewusst, was mentale Stärke für mich bedeutet: den Fokus nicht auf das zu richten, was gerade nicht funktioniert, sondern auf den nächsten Schritt.

Warum ich selbst Wettkämpfe laufe

Ich werde manchmal gefragt, warum ich neben meiner Arbeit als Sportmentaltrainerin weiterhin selbst Wettkämpfe bestreite. Die Antwort ist einfach: Ich liebe den Sport.
Aber ich starte nicht, weil jeder Wettkampf perfekt laufen muss. Ich starte, weil jeder Wettkampf mir etwas zeigt. Über mich, über meine Gedanken und darüber, wie ich mit Druck oder unerwarteten Situationen umgehe. Diese Erfahrungen nehme ich mit in meine Coachings. Nicht, weil mein Weg derselbe ist wie der meiner Athletinnen und Athleten, sondern weil ich weiß, wie sich genau diese Momente anfühlen.

Das nehme ich aus dem ZUT mit

Wenn ich heute an den Wettkampf zurückdenke, denke ich nicht zuerst an das Ergebnis. Ich denke an die kleinen Entscheidungen unterwegs. An Momente des Zweifelns. An das Vertrauen, das Schritt für Schritt wieder zurückkam.
Nicht perfekt zu sein. Sondern auch dann weiterzugehen, wenn nicht alles nach Plan läuft und genau dafür einen Plan B zu haben. Und genau deshalb liebe ich diesen Sport.

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